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ESV LOK Seddin e.V.

 

1924 Eisenbahner beginnen, im Dienstort Neuseddin aktiv Sport zu betreiben.

1926 Im September erfolgt die offizielle Gründung der Ortsvereinigung des Turn und Sportvereins der Eisenbahner.   Im gleichen Jahr wird der Sportplatzbau auf dem heutigen Gelände geplant.

1930 Im April wird die Fußballmannschaft Kreismeister. Schon damals war sie wegen ihrer Spielkunst gefürchtet.

1932 Es besteht eine Keglerriege, die ihren Sport im damals neu erbauten Keller des Verwaltungsgebäudes betreibt. Der Sportplatz ist fertig gestellt.

1945 Die Sportgruppe "Seddin Michendorf" wird gegründet.

1948 Die Fußballmannschaft spielt in der Bezirksliga Mitte. Es gibt auch eine Feldhandballmannschaft. Ab diesem Jahr werden sportliche Pfingstturniere durchgeführt.

1949 In diesem Jahr wird die „Sportvereinigung Lokomotive“ gegründet. Die Reichsbahndirektion Berlin bildet eine Sportkommission, der ein Eisenbahner des Komplexes Seddin angehört. Eine erste zentrale Initiative war der Pokal um die „Silberne Lok“, an dem die 1. Fußballmannschaft mehrmals teilnahm. Im Dezember findet in dem Wettbewerb in Weisslitz (Vogtland) ein Spiel statt. Die 1. Fußballmannschaft gewinnt nach Verlängerung mit 2:0.

1950 Im August erfolgt die Trennung der Sportgruppen Seddin und Michendorf Sportfreunde beginnen, organisiert Kegelsport zu betreiben. Die Sektion hat bereits 65 Mitglieder, davon neun Frauen. Neben den Sektionen Fußball und Kegeln entstehen die Sektionen Schach und Tischtennis. Der Verein wird mit der offiziellen Benennung „Sportgemeinschaft Lokomotive DR" registriert. Gleichzeitig ist damit der Charakter einer Betriebssportgemeinschaft gegeben. Die Statistik weist 114 männliche und 12 weibliche Mitglieder aus, mit den Sektionen Fußball, Kegeln und Turnen.


1951 Die 1. Fußballmannschaft spielt in der Berliner Bezirksklasse. Im Halbfinale um den Pokal „Silberne Lok“ gewinnt in Michendorf die 1. Fußballmannschaft nach Verlängerung 4:2. Eine Kindergymnastikgruppe wird gebildet.

1952 Im November erfolgt der Zusammenschluss der BSG Sportgemeinschaft Lokomotive DR und der Sportgemeinschaft Michendorf Seddin zur "BSG Lok Seddin Michendorf". Es bestehen die Sektionen Kegeln, Schach, Ringen, Leichtathletik, Gymnastik, kurzzeitig auch Boxen und Feldhandball.

1953 Im Juli findet die erste Generalversammlung der vereinigten BSG statt. Die Fußballmannschaft trägt ein Freundschaftsspiel mit den Eisenbahnern von Beroun (CSSR) aus.

1954 Die Sektion Schach steigt in die Bezirksklasse auf. In der Sektion Kegeln spielen zwei Männermannschaften, die 1. in der Bezirksklasse, die 2. wird in der Kreisklasse Staffelsieger. Die Fußballsektion besteht aus zwei Männer , zwei Jugend und einer Schülermannschaft.

1957 Die Fußballmannschaft steigt aus der Bezirksklasse ab.

1958 Die Frauen bilden eine eigene Volkssportgruppe für Gymnastik. Die BSG besteht aus den Sektionen Fußball, Kegeln, Schach, Boxen und Leichtathletik. Es gibt eine Sektion Boxen der 45 Mitglieder angehören. Ende des Jahres werden die Sektionen bis auf Fußball und Kegeln aufgelöst. Die Anzahl der Mitglieder vermindert sich von 320 auf 22, nicht mehr als die Fußballmannschaft Spieler hat.

1963 Mit den Erdarbeiten für den Bau eines Sportlerheims wird begonnen. Fußballer, Handwerker und andere Eisenbahner, die Bahnpolizei sowie Ratmitglieder helfen das Objekt fertig zu stellen.

1965 Bis auf den Fußball lag die Sportarbeit völlig am Boden. Dank der Initiative des Leiters des Trägerbetriebes Bw Seddin und des DTSB Kreisvorstandes Potsdam wurden Sportfreunde gefunden, die mit dem Neuaufbau der Betriebssportgemeinschaft begannen.

1966 Das Sportlerheim wird der Betriebssportgemeinschaft zur Nutzung übergeben. Eigentümer ist der Rat der Gemeinde Neuseddin. Auf dem Sportplatz findet ein von Eisenbahnern ausgeschriebener Wettkampf in den Disziplinen Lauf, Staffellauf, Weitsprung und Keulenwerfen statt. Im Mai wird ein 1000 Meter Lauf als Einladungswettkampf für die Einwohner von Neuseddin organisiert. Der Verein ist Mitglied der "Ständigen Kommission Sport" der Gemeindevertretung.

1967 In Neuseddin finden Straßenmeisterschaften statt. Aktive des Vereins und Einwohner streiten sportlich in den Disziplinen Leichtathletik, Kegeln, Kleinfeldfußball, Luftgewehrschießen und Tischtennis. Im März organisiert der Verein einen Straßenlauf für Schüler. Prominenter Gast ist der Silbermedaillengewinner Hans Grodotzki. Im Oktober startet die Laufbewegung. Sie entwickelt sich in den Folgejahren zu einem festen Bestandteil des Sports in Neuseddin. Es wird eine Frauengymnastikgruppe gebildet. Erste Trainingsstätte war das Kulturhaus der Eisenbahner Neuseddin.

1968 Die Trainingsmöglichkeiten der Fußballer werden verbessert. Eisenbahner der Starkstrommeisterei installieren auf dem Fußballplatz eine Tiefstrahlanlage. Im Oktober führt die BSG ein Dienstortsportfest durch. Es wird die Sektion Leichtathletik gegründet.

1971 Im Juni finden Betriebssportkämpfe in den Disziplinen Kleinfeldfußball, Schießen Kegeln, Volleyball und Leichtathletik statt. An mehreren Tagen des Jahres werden Waldläufe über 1980 m, 5, 10 und 20 km durchgeführt.

1973 In dem Jahr profitiert auch der Sport von der Entwicklung in Neuseddin zum Garnisonsstandort. Im März beginnt die vollständige Rekonstruktion der Sportanlagen.

1975 Der rekonstruierte Sportplatz wird feierlich übergeben. Die Eigenleistungen der Sportler werden entsprechend gewürdigt. Die Frauengymnastikgruppe besteht aus etwa 20 Frauen, die Gymnastik in Neuseddin betreiben und den Schwimmsport in Potsdam ausüben. Eine Sektion Tennis entsteht. Ende des Jahres werden 169 Mitglieder gezählt, darunter 94 unter 18 Jahre. Die BSG wird als beste Betriebssportgemeinschaft der Reichsbahndirektion Berlin ausgezeichnet. Sie zählt nunmehr 200 Mitglieder.

1976 Die 1. Fußballmannschaft erreicht den Staffelsieg in der Kreisklasse und steigt in die Bezirksklasse auf. Der BSG gehören in dem Jahr bereits 288 Mitglieder an.

1977 Es bestehen sechs Sektionen, Leichtathletik, Kegeln, Fußball, Frauengymnastik, Tennis und Geräteturnen. Mehr als 20 Sportler nehmen am Rennsteiglauf teil. Die Bewegung "Lauf dich Gesund" entwickelt sich zu einem festen Bestandteil im Sportkalender.

1980 Im Keller der neu errichteten Betriebsgaststätte wird eine vollautomatische Kegelbahn mit 4 Turnier und 2 Volkssportbahnen installiert. Im März ist die feierliche Übergabe.

1981 Die BSG organisiert ein zentrales Kegelturnier der Deutschen Reichsbahn.

1982 Die Betriebssportgemeinschaft wächst auf 425 Mitglieder.

1983 Im März wird die BSG als vorbildliche Sportgemeinschaft des DTSB der DDR ausgezeichnet. Bei den Kreismeisterschaften im Kegeln erreichen die Sportler den 1. Platz.

1985 Die 1. Fußballmannschaft wird in Brandenburg a. d. Havel Bezirksbester in der Halle. Sie behauptet sich gegen renommierte Mannschaften aus dem Bezirk Potsdam.

1988 In der Bezirksliga Potsdam ist die 1. Fußballmannschaft ein geachteter Gegner. Die Kegler spielen ebenfalls in der Bezirksliga Potsdam und werden Meister.

1989 Die Damen gewinnen im Bohle Kegeln die letzte DDR-Meisterschaft. Die politischen Veränderungen in der DDR wirken sich auch in der BSG aus. Der Spielbetrieb muss neu organisiert werden.

1990 Die BSG wird im September in den "ESV Lok Seddin e. V." umbenannt. Die 1. Fußballmannschaft spielt in der Landesliga Potsdam. Es wird weiterhin in den Abteilungen Kegeln und Frauengymnastik Sport getrieben.

1993 Die Frauenmannschaft wird im Bohle-Kegeln Meister im Land Brandenburg. Die Jugendabteilung Fußball wird personell neu besetzt. Die Nachwuchsarbeit nimmt einen rasanten Aufschwung.

1995 Die 1. Fußballmannschaft ist abgestiegen und spielt nun in der Landesklasse Brandenburg.

1997 Im September startet mit großer Teilnehmerzahl „Der Lauf im Grünen“. Mehr als 200 Sportler beteiligen sich an der Laufveranstaltung rund um Neuseddin. In den Folgejahren sollte der Lauf zu einem sportlichen Höhepunkt im Sportkalender des Vereins werden.

1998 Die Jugendabteilung Fußball startet die Aktion „Gemeinsam holen wir die Kinder von der Straße“. Zum Pfingstfest findet mit großer Zuschauerresonanz das Frühlingsfest des Vereins statt.

2000 Die C-Jugend Fußball steigt in die Landesklasse Brandenburg auf.

2001 Die Mitgliederversammlung des ESV Lok Seddin wählt einen neuen Vorstand.

2002 Die B-Jugend Fußball steigt in die Landesklasse Brandenburg auf.

2003 Nach über 25 Jahren Fußball auf Landesebene steigt die 1. Mannschaft aus der Landesklasse ab. Ein Neuanfang mit jungen Nachwuchsspielern wird in der Kreisliga Potsdam gestartet. Die B-Jugend Fußball schafft den Aufstieg in die Landesliga Brandenburg.

2004 Der Verein besteht aus den Abteilungen Fußball, Bohle Kegeln, Leichtathletik, Frauen-Gymnastik, Ju-Jutsu, Wandern und den Freizeitfußballern. Fast 400 Aktive und Passive sind Mitglieder. Die 1. Männermannschaft Bohle Kegeln steigt in die 2. Bundesliga Süd-Ost auf, die 2. Männermannschaft in die Landesklasse Brandenburg. Der Verein begeht sein 80 jähriges Jubiläum. An der Festveranstaltung am 04. Juni 2004 nehmen als Ehrengäste der zuständige Minister für Sport des Landes Brandenburg, der Landrat, der Bürgermeister sowie ein Vertreter des Kreissportbundes teil. Verdienstvolle und langjährige Mitglieder des Vereins erhalten Auszeichnungen. Am Himmelfahrtstag gewinnen die Fußball A-Junioren in Saarmund das Endspiel um denn Kreispokal. Die Mannschaft der SG Geltow wird in der Verlängerung mit 4:2 bezwungen.

2005 Die Mitgliederversammlung wählt für weitere vier Jahre den Vorstand. Es findet die 9. Auflage des traditionellen Osterturniers im Bohle Kegeln statt. Die D-Junioren Fußballmannschaft wird Staffelsieger der Kreisklasse Havelland Mitte. Sieger des Railion Fußballturniers sind die Lokführer der DB Regio AG Berlin. Sie gewinnen zum fünften mal den Wanderpokal „Silberne Lokomotive“. Das Weihnachtsturnier der Freizeitfußballer gewinnen die Alten Herren des ESV. Am ersten Samstag im September wird zum 10. Mal „Der Lauf im Grünen“ Lauf im Grünen ausgetragen. Im Bohle Kegeln Damen Doppel und Mixed werden die Kreismeistertitel errungen. Die B-Jugend Bohle Kegeln stellt den Kreismeister. Die Damen und Herren stellen die Sieger bei den VDES Bezirksmeisterschaften Ost im Kegeln Bohle.

2006 Am 02. September startet mit mehr als 200 Läufern zum 11. Mal „Der Lauf im Grünen“. Im Rahmen der Laufveranstaltung findet ein Sportfest für die ganze Familie statt, das zu einer Tradition in der Gemeinde Seddinner See werden soll. Die Ü 40 Fußballsenioren sind Hallenmeister des Kreises Havelland - Mitte. Die F-Junioren Fußballmannschaft erringt den Staffelsieg in der Kreisklasse Havelland - Mitte der zum Aufstieg in die Kreisliga berechtigt. Die Fußball Männermannschaft schafft den Klassenerhalt in der Kreisliga. Die Damen und Herren spielen im Bohle Kegeln in der Landesliga Brandenburg. Es wird die Abteilung Tischtennis gegründet. Sieben Sportler nehmen den Trainingsbetrieb auf. Zum Verein gehören nun neun Abteilungen: Fußball, Kegeln, Leichtathletik, Frauen-Gymnastik, Badminton, Ju-Jutsu, Freizeitfußball, Wandern und Tischtennis. Somit sind ca. 350 Mitglieder im Verein organisiert.

2007 Anlässlich der Mitgliederversammlung werden erstmalig die besten Sportler des Jahres 2006 im Verein geehrt, die aus einer Umfrage in der Gemeinde ermittelt wurden. Die Ü-40 Fußball Männermannschaft gewinnt zum zweiten Mal in Folge das Hallenturnier des Kreises. Die Fußball Männermannschaft steigt aus der Kreisliga ab. Neuer Anlauf in der 1. Kreisklasse mit dem Ziel Wiederaufstieg. A-Jugend Bohle Kegler des ESV gewinnen mit der Landesauswahl Brandenburg den Deutschlandpokal 2007. Die Abteilung Wandern richtet den Volkswandertag 2007 des Landkreises Potsdam-Mittelmark aus. Am ersten Samstag im September startet in Neuseddin im Rahmen des Brandenburgs Cups „Der Lauf im Grünen“. Am gleichen Tag findet das 2.Familiensportfest statt. Die neue Sportabteilung Callanetics entsteht. Mehr als 300 Mitglieder sind im Verein gemeldet.

2008 Die Kreisklassen-Fußballmannschaft Männer löst sich auf. Damit endet die über 80 jährige Fußballtradition im Männerbereich. Weiterhin sind aktiv die Ü 40 Männer- und vier Juniorenmannschaften. Erfolgreiche Herrenmannschaft im Bohle Kegeln. Zum zweiten Mal gelingt der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Mit guter Beteiligung findet nun zum 13. Mal in Folge „Der Lauf im Grünen“ statt. Das 3. Familiensportfest wird auf der Kegelbahn ausgetragen. Wieder beteiligen sich zahlreiche Familien aus der Gemeinde.

Die Chronologie zeigt die lange Tradition des Eisenbahnersportvereins. Viele Sportler, Übungsleiter, Trainer und Helfer haben ihren Beitrag geleistet zur Sicherung der materiellen und finanziellen Voraussetzungen, um erfolgreich Sport zu betreiben. Nur so konnte der Verein über acht Jahrzehnte existieren. Ihnen sei für die uneigennützige Hilfe gedankt.